Deutsche Leitmedien zeigen immer weniger die Schwachstellen der DDR
Wien, 12. August 2026. Seit 30 Jahren analysiert das Medien-Wirkungsforschungs-Institut Media Tenor die Details zur Berichterstattung über die ehemalige DDR sowie die Deutsche Einheit. Dass seit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 die Intensität des journalistischen Interesses abgenommen hat, liegt in der Natur der Sache – allerdings fällt auf, dass mit den Jahrzehnten gleichzeitig auch die Bewertung Jahr für Jahr unkritischer wird.
Nun könnte eingewandt werden, dass Vorgänge von vor 50 oder 70 Jahren auf das Hier und Heute kaum einen Einfluss nehmen kann. Aber wer die aktuellen Debatten nicht nur in den Landtagswahlkämpfen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt verfolgt, kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass der Anstieg einerseits der AfD sowie andererseits von BSW und Linke auch hier einen Ursprung genommen haben könnte: „Wir holen uns unser Land wieder zurück“, lautet ein Werbe-Slogan der AfD. Wer so titelt, muss davon ausgehen, dass all die Facetten, aufgrund derer die DDR nach 40 Jahren nicht nur ökonomisch nicht mehr fortzuführen war, dem Publikum nicht mehr besonders präsent sind. Gleichzeitig wird mit dem Rückgang der Berichterstattung über Vorgänge, die die Stasi etc. zu verantworten hatte, der Eindruck wachsen, dass rückblickend in der DDR doch überwiegend alles gut war.
Diese Nachlässigkeit in der Berichterstattung findet gleichzeitig seinen Spiegel in der Themenauswahl, wenn über die 33 Jahre Deutsche Einheit in deutschen Leitmedien informiert wird. Positives glauben die hier ausgewählten deutschen Leitmedien eigentlich nur aus den Bereichen Sport und Kultur vermelden zu können – der Rest scheint im Hier-und-Heute eher kritikwürdig.
Diese Nachlässigkeit in der Berichterstattung findet gleichzeitig seinen Spiegel in der Themenauswahl, wenn über die 33 Jahre Deutsche Einheit in deutschen Leitmedien informiert wird. Positives glauben die hier ausgewählten deutschen Leitmedien eigentlich nur aus den Bereichen Sport und Kultur vermelden zu können – der Rest scheint im Hier-und-Heute eher kritikwürdig.
