Über uns
„Media Tenor ist nichts anderes als ein Kompass.“
Roland Schatz, Gründer von Media Tenor
Seit 1994 wertet Media Tenor aus, worüber Medien berichten und wie sie es tun. Vollständig statt in Stichproben. Die Daten stehen Wissenschaft und Journalismus offen und helfen Unternehmen, ihre Kommunikation zu steuern.
„Unsere Daten werden so objektiv erhoben wie irgend möglich.“

Roland Schatz
Gründer und CEO von Media Tenor International und dem InnoVatio Verlag. Journalist in fünfter Generation, der seit über 30 Jahren daran arbeitet, Wahrnehmung durch Medienanalyse überprüfbar zu machen.
Warum wir Media Tenor gegründet haben
Anfeindungen gegenüber Medien
Der Hintergrund zur Gründungsidee von Media Tenor war ein gemeinnütziger: Unter dem Dach des Mitte der achtziger Jahre gegründeten Innovatio-Verlags entstand 1994 der Verein Media Tenor. Anlass waren Anfeindungen gegenüber Medienhäusern durch Politiker und deren Bestrebungen zu strengeren Pressegesetzen (z.B: „Lex Lafontaine“). Media Tenor sollte überprüfen, ob die Kritik an Zeitungen und Fernsehsendungen überhaupt eine empirische Grundlage habe.
Anspruch: Vollständige Auswertungen
Die nicht nur in der Kommunikationswissenschaft gängige Praxis, sich mittels der Analyse von Stichproben zu behelfen, war dem Gründer Roland Schatz immer überaus suspekt, weil man nur Aussagen treffen könne, wenn man auch alles ausgewertet habe. „Ich käme ja auch nie auf die Idee, ein Beethoven-Konzert nur mit der linken Hand zu spielen“, sagte Schatz gegenüber der WELT.
Anliegen: Gemeinnützigkeit
Doch Forschung ist teuer: „Jeder wollte die Daten haben, aber niemand wollte bezahlen“, sagt Schatz. Das führte schließlich zur Gründung des Unternehmens, dessen Daten auch heute noch Wissenschaftlern und Journalisten größtenteils frei zur Verfügung gestellt werden. Auftragsarbeiten für Unternehmen dienen auch heute noch vor allem dem Zweck, die öffentliche Arbeit zu finanzieren.
„Von den Medien vermittelte wirtschaftliche Narrative sind entscheidend für das Verständnis der aktuellen Geburtenentwicklung“
Daniele Vignoli, Raffaele Guetto, Maria Francesca Morabito, Universität Florenz
Forschung mit Media-Tenor-Daten

Demography · 2023
Fertility and Media Narratives of the Economy
Raffaele Guetto, Maria Francesca Morabito, Matthias Vollbracht, Daniele Vignoli
Zusammenfassung
Der Beitrag analysiert die Auffassung, dass von den Medien vermittelte wirtschaftliche Narrative entscheidend für das Verständnis der aktuellen Fertilitätsdynamik sind, jenseits objektiver wirtschaftlicher Zwänge. Individuen nutzen diese Narrative, um sich in eine umsetzbare, imaginäre Zukunft zu versetzen und Entscheidungen zu treffen, die relativ unabhängig von ihrer tatsächlichen wirtschaftlichen Situation sein können. Diese Hypothese wird für Italien überprüft, indem wir Daten auf individueller Ebene aus den Erhebungen von 2009 und 2016 der national repräsentativen Umfrage „Family and Social Subjects Survey“ mit Daten von Media Tenor zur Wirtschaftsberichterstattung in den Abendnachrichten des meistgesehenen italienischen Fernsehsenders (Rai 1) kombinieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Häufigkeit als auch der Ton der Nachrichtenberichte über die Wirtschaftslage mit dem Geburtenverhalten zusammenhängen. Eine Zunahme der negativen Wirtschaftsnachrichten steht in einem negativen Zusammenhang mit der Fertilität, während eine Zunahme positiver Nachrichten positiv mit der Fertilität korreliert. Interessanterweise ist, wenn positive Nachrichten die negativen überwiegen, ein Anstieg des Anteils an Wirtschaftsberichten positiv mit der Fertilität assoziiert. Diese Zusammenhänge sind statistisch signifikant und von erheblicher Relevanz, auch unter Berücksichtigung traditioneller individueller und kontextbezogener sozioökonomischer Korrelate der Fertilität. Insgesamt stützen unsere Ergebnisse die These, dass von den Medien vermittelte Narrative zur Wirtschaft das Fertilitätsverhalten beeinflussen.

Global Finance Journal
ESG, Corporate News, and the Impact on CDS Spreads
Hans-Jörg Naumer, Burcin Yurtoglu
Zusammenfassung
Untersucht wird der Einfluss von Unternehmensnachrichten auf die Finanzierungskosten einer Stichprobe großer europäischer und US-amerikanischer Unternehmen im Zeitraum von 2006 bis 2016. Dabei liegt der Fokus auf Nachrichten zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG) und berücksichtigt das Volumen (Anzahl der Nachrichten), die Tonalität (positiv, neutral, negativ) sowie die Quelle (Finanzmedien oder Massenmedien). Es zeigt sich, dass (1) das Volumen der ESG-bezogenen Nachrichten signifikant mit den Spreads von Credit Default Swaps (CDS) korreliert und somit für die Refinanzierungskosten der Unternehmen von Bedeutung ist; (2) Nachrichten mit positiver (negativer) Tonalität mit um etwa 4 % (6 %) niedrigeren (höheren) CDS-Spreads verbunden sind; (3) die Tonalität bei ESG-bezogenen Nachrichten eine noch größere Rolle spielt. Diese Ergebnisse gelten für verschiedene Teilstichproben und alternative Spezifikationen und sind relativ unempfindlich gegenüber ausgelassenen Variablen.

DEval · 2021
Opinion Monitor for Development Policy 2021
Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit
Medieninhalte, Informationen, Appelle und ihre Wirkung auf die öffentliche Meinung.
“Every corporation has to be aware of the importance of the so called agenda-setting media. They can kill your reputation in a second.”
Emilio Galli-Zugaro, former Head Communications Allianz SE
Reputations-Management
Über die Wahrnehmungsschwelle
Der effektivste Weg, Ihre Zielgruppe anzusprechen, ist auch in Zeiten von Social Media immer noch über die Medien. Dabei reicht es nicht aus, lediglich präsent zu sein; es kommt darauf an, die Kommunikation so zu gestalten, dass sie die Wahrnehmungsschwelle überschreitet. Erst dann ist ein Verhalten der Zielgruppe zu erwarten. Wissenschaftlich belegt durch Studien.
Medienarbeit messbar machen
MEDIA TENOR macht die Medienarbeit von Organisationen messbar. Die wissenschaftlich ausgebildeten Analysten filtern relevante Informationen heraus und setzten Medienbotschaften in umsetzbare Maßnahmen für Kommunikation und Management um.
Vom Wissen zur Entscheidung
MEDIA TENOR hilft dabei, strategisches Wissen in taktische Entscheidungen umzusetzen: Ihr Kompass für die Überwachung und Steuerung der externen Kommunikation, national und international.
Reputation and Its Risks
Eccles, Newquist, Schatz · Harvard Business Review
CEO Impact Index
Wie Medien das Bild von Vorständen prägen
„The press may not be successful much of the time in telling people what to think, but it is stunningly successful in telling its readers what to think about.“
Bernard Cohen
Agenda-Setting-Forschung
Seit Beginn im Fokus
MEDIA TENOR befasst sich von Beginn seines Bestehens an intensiv mit der Forschung zur Agenda Setting Theorie von Maxwell E. McCombs and Donald L. Shaw (The agenda-setting function of mass media).
Das ICA=CH-Modell
MEDIA TENOR hat mit dem ICA=CH-Ansatz ein eigenes, angewandtes Modell der Medienwirkungsforschung etabliert.
Von der Nachricht zum Verhalten
Es misst und erklärt, wie reale Entwicklungen über die Medienberichterstattung in öffentliche Wahrnehmung und schließlich in Einstellungen bzw. Verhalten übersetzt werden – nicht nur als theoretischen Effekt, sondern nachvollziehbar anhand von Daten.

Wirkungstheorie: Agenda-Setting-Ansatz
Die Unternehmensführung verlangt immer häufiger den Nachweis von Wirkung von Investitionen in Kommunikation. Die Agenda-Setting-Theorie liefert Antworten zur Rolle der Medien: (1) Kanalisierung von Aufmerksamkeit und (2) Steuerung von Erwartungen.
Quelle: Media Tenor 2016
Die Menschen hinter Media Tenor
Analystinnen, Analysten und Researcher in Europa, Asien und Nordamerika. Eine Auswahl unserer Ansprechpartner.

Roland
Geschäftsführer
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Media Tenor in Forschung und Medien
Wissenschaftliche Arbeiten mit unseren Daten und Berichte über unsere Analysen sammeln wir in eigenen Übersichten. Dort finden Sie die Originalquellen.
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