BILD bleibt an der Spitze im Zitate-Ranking
Wien, 13.7.2026. Im ersten Halbjahr 2026 haben die Verweise auf exklusive Inhalte zugenommen: Mit 12.597 Zitaten in den ausgewählten 28 deutschen Leitmedien im Zeitraum 1.1.-30.6.2026 lag der Wert deutlich über den 11.931 Zitaten im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Der SPIEGEL, die RHEINISCHE POST sowie – durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran – auch die US-Titel WALL STREET JOURNAL sowie NEW YORK TIMES legten erkennbar zu.
Beim Rückblick auf das erste Halbjahr sind Mahnungen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seinem Vorgänger Joachim Gauck mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen im September Binsenweisheiten: Umfragen sind keine Wahlresultate. Analysen zur Berichterstattung über die AfD verdeutlichen, dass insbesondere BILD zeitweise etwa jeden zweiten Artikel zu der vom Verfassungsschutz beobachteten Partei den Umfrageresultaten gewidmet hat. Diese beruhen in der Regel bevorzugt auf den Daten eines Meinungsforschungsinstituts, dem in der öffentlichen Debatte immer wieder eine gewisse Nähe zur AfD zugeschrieben wird – allerdings von anderen Medien. Hinzukommt, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD bei BILD nicht im Vordergrund steht. Das führt mit dazu, dass der Spitzenkandidat der AfD bei dem Springer-Medium im Saldo positiv vermittelt wird.
Wenn nun zusätzlich noch in der Politik- und Wirtschaftsberichterstattung – wie auch insbesondere bei ARD und ZDF – seit Jahren das Nichtgelingen im Vordergrund der ausgewählten Nachrichten steht, dann wundert es zum einen nicht, dass gemäß aktuellem Common-Sense-Index 84 Prozent der AfD-Wähler die These vertreten, dass Deutschland auf einem schlechten Weg ist, während die Anhänger der Mitte-Parteien dies nur zu 40 Prozent so sehen. Und zum anderen wird deutlich, dass auch über die ehemalige DDR seit Jahren eher neutral berichtet wird – siehe Grafiken im Anhang. Beides zusammen bedient das Narrativ der beiden extremen Parteien, der Linken wie auch der AfD.
